#norddeutschlandsfinestbasketball

1. Herren: Erste Heimniederlage besiegelt das Saisonaus

Wedel (pm/rw) - Die Rister sind im Achtelfinale ausgeschieden: Die Wiha Panthers Schwenningen brachten der Mannschaft von Trainer Felix Banobre ihre erste Heimniederlage der Saison bei, nach dem 85:86 hat für die Rister die Sommerpause begonnen.

„Ich bin traurig“, redete Trainer Felix Banobre gar nicht lange um den heißen Brei herum. „Es ist sehr schade, dass die Saison mit so einer bitteren Niederlage endet“, sagte der Spanier. „Es ist schon etwas ironisch, alle Heimspiele zu gewinnen und dann im letzten mit einem Punkt Unterschied zu verlieren. Das ist hart, aber so ist Basketball.“

Die Partie reihte sich in die Eindrücke der vorherigen Achtelfinalserie ein: Knapp ging es zu, mit vollem Einsatz und harten Bandagen schmissen sich beide Mannschaften ins Getümmel. Schwenningen setzte sich im ersten Viertel auf 18:11 ab, Ryan Logan sorgte mit fünf Punkten in Folge wieder für den Anschluss. Kurz darauf brachte Osaro Jürgen Rich Igbineweka den Wedelern die Führung zurück. Mindestens genauso mutig stieg Jan-Christian Both eine Minute später aus vollem Lauf zum Dreier hoch und brachte die Halle zum Kochen. Auch diese Szene zeigte: Beide Mannschaften fackelten im Angriff nicht lange.

Ein 7:0-Lauf der Gäste sorgte zu Mitte des zweiten Abschnitts für den Führungswechsel. Aber die Wedeler Dreierquote war bis dahin eine echte Stärke und sorgte mit dafür, dass die Rister das Geschehen wieder drehten und sich ihrerseits auf 39:30 absetzten. Auch das blieb eine Momentaufnahme, denn nun war wieder Schwenningen am Zuge, wobei insbesondere Rasheed Moore, Leon Friederici und Konstantin Karamatskos vorangingen. Auf Wedeler Seite fehlte in diesen Augenblicken etwas die Ordnung, was die Gäste zu nutzen wussten und mit einer Führung (46:44) in die Halbzeit marschierten. Schwenningen hatte bis dahin Vorteile beim Rebound und traf zudem mit hoher Erfolgsquote.

Osaro Jürgen Rich Igbineweka bahnt sich den Weg zum Korb.
Die Rister kamen gut aus der Pause, erzielten zwischenzeitlich 17 Punkte in Folge, ohne dass Schwenningen zum Korberfolg kam. Insbesondere Aurimas Adomaitis wurde jetzt konsequent gesucht, nicht selten setzte ihn Justus Hollatz toll in Szene. Dennoch und obwohl die Hausherren nach diesem Lauf Oberwasser hatten, änderte das nicht die Geschichte des Spiels – und die hieß: Es blieb eng. „Leider ist es uns nicht gelungen, unsere Arbeit zum Ende bringen, als wir in Führung lagen“, bedauerte Banobre. „Aber in Spielen gegen Schwenningen kann alles passieren, denn das ist eine sehr erfahrene Mannschaft“, sagte er.

Nach 30 Minuten führten die Rister mit 67:61. Und spätestens als Karamatskos den Schlussabschnitt mit einem Dreier eröffnete, war wieder alles offen. Schwenningen baute nun wieder auf eine Zonenverteidigung und tat dies mit leidenschaftlichem Einsatz. „Schwenningens Zone hat uns den Schwung genommen. Und auf der anderen Seite haben wir im Eins-gegen-Eins ein paar zu viele einfache Körbe zugelassen. Wir hätten da körperbetonter spielen müssen“, meinte der Wedeler Trainer.

Die Gäste glichen gut fünf Minuten vor Schluss zum 73:73 aus. Und die Foulbelastung der Hausherren war inzwischen ebenfalls ein erschwerender Punkt. Drei Minuten und elf Sekunden vor Schluss brachte Bill Borekambi die Schwenninger auf 78:77 in Führung, Banobre nahm postwendend eine Auszeit. 82:79 hieß es für Schwenningen, als Rich Igbineweka beim Dreier gefoult wurde. Der Wedeler traf zwei der drei fälligen Freiwürfe. 38 Sekunden waren noch zu bestreiten. Die Gäste antworteten erneut. Sechs Sekunden vor Schluss rauschte Logans Dreier in den Korb, es stand 85:86 aus Rist-Sicht. Hollatz schickte Schwenningens Friederici per Foul an die Linie, der beide Versuche vergab. Eine Möglichkeit hatten die Wedeler noch: Nach der Auszeit wurde der Ball zu Jan-Christian Both gepasst, der den letzten Wurf nahm. Es fehlte nicht viel, doch die Kugel sprang vom Ring ins Feld zurück. Die ertönende Schlusssirene läutete die Sommerpause ein.

Der langanhaltende Beifall, den die Rister nach dem Spiel von den Rängen erhielten, zeigte es an: Trotz der ersten Enttäuschung können Spieler und Trainer stolz auf das Erreichte sein – insbesondere unter den Partien am Steinberg in den vergangenen Monaten war mancher Festtag dabei. „Die Saison glich einem Auf und Ab“, sagte Banobre. „Wir haben Spiele knapp gewonnen, einige auch deutlich. Es waren auch hohe Niederlagen dabei. Wir hatten mit vielen Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen, aber wir haben als Mannschaft immer zusammengehalten und haben immer weitergekämpft. Das war der wertvollste Aspekt und darauf können wir auch ein bisschen stolz sein. Aber ich habe das Gefühl, dass die Spieler noch ein bisschen mehr verdient hatten, als jetzt auszuscheiden, denn sie haben sehr hart gearbeitet“, so der Trainer, der ebenfalls betonte: „Die Spieler und vor allem die jungen haben sich im Laufe der Saison toll entwickelt. Das gehört zu den wichtigsten Dingen dieser Saison.“

Ein großes Dankeschön gilt auch den Zuschauern, den vielen Helfern und unseren Sponsoren und Partnern für die tolle Unterstützung während der Saison!
© 2019 NordHoops
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok